Welt der Amseln
Welt der Amseln

Amsel: Fortbewegung - zu Fuß bei der Nahrungssuche, beim Imponieren und bei der Balz, per Flug zum Nest, Schlafplatz, Winterquartier oder durch Hüpfen, Springen

Fortbewegung der Amsel

Fortbewegung zu Fuß

Die Amsel ist ein Vielläufer, denn sie bewegt sich zu Fuß bei der Nahrungssuche, beim Imponieren und bei der Balz. Stehenbleiben unterbricht das Laufen. Wenn sie schnell laufen, wird er durch Hochstellen des Schwanzes abgebremst.

Selbst beim Imponieren wird durch Stehenbleiben der Lauf der Rivalen unterbrochen. Dann laufen sie parallel nebeneinanderher oder aneinander vorbei.

Im Schritttempo wird Nahrung gesucht. Die Amsel macht einige Schritte, um dann wieder Stehenzubleiben, dabei wird der Boden aufmerksam beobachtet, vielleicht etwas aufgepickt, um dann wieder einige Schritte zu gehen.

Gehüpft wird im höheren und dichteren Gras. Auch abwechselnd werden beide Gangarten vorgetragen.

Amseln sind auch in der Lage zu Springen beispielsweise um an Sträuchern an Beeren zu erlangen. Auch nach dem Flug zum Schlafplatz springen sie von Ast zu Ast in die Baumkrone.

Fortbewegung per Flug

Wenn die Amsel startet, beträgt die Frequenz der Flügelschläge 11 bis 12 Hz. Geht es zum horizontalen Streckenflug über liegt die Schlagfrequenz zwischen bei 7 bis 9,7 Hz immer noch ± 10 % dazu- oder abgerechnet.

Beim unbeschleunigten Horizontal- oder Streckenflug ist der Flügel beim Abschlag - werden die Flügelenden mit der Vorderkante nach vorne und unten gedreht - maximal gestreckt und der Handfittich gespreizt.

Die Alula = Eckfittich, wird aus dem ersten Finger - dem Daumen des Vogelflügels - gebildet. In der Regel sind es drei oder vier breite, feste und zugespitzte Federn mit kurzen kräftigen Spulen. Die Alula ist bei jenen Vogelarten groß ausgebildet, die häufig bremsend fliegen, z. B. bei Waldbewohnern. Die Alula wird beim Abflug gespreizt und ist wichtig beim Landen. Sie wird aufgeklappt, um Turbulenzen zu verhindern und erzeugt Windschatten bei den Federn.

Beim Aufschlag wird der gefaltete Flügel an den Körper herangezogen und zeigt dabei nach oben.

Die Fluggeschwindigkeit bei Amseln beträgt 35 Kilometer in der Stunde, das entspricht etwa 10 Meter in der Sekunde und der dazugehörige Schlagzyklus dauert dabei ca. 125 Millisekunden. Um die Luftkräfte zu erzeugen, verwendet die Amsel den Abschlag.

Die Wölbung der Flügel ist im Körperzentrum am größten und nimmt nach außen hin merklich ab.

Durch die gespreizten Handschwingen hat der Handflügel ein unterteiles Profil, weshalb sie als Spaltflügel bezeichnet werden. Sie erzeugen einen größeren Auftrieb und zugleich auch einen höheren Widerstand und somit einen kleineren Schubwirkungsgrad. Kleinere Schlaggeschwindigung und geringere Fluggeschwindigkeit bedeuten auch gleichzeitig geringere Schlagleistung. Die Flügel werden deshalb als Auftriebsflügel bezeichnet.

Nicht nur als Steuer dient der Schwanz, sondern er ist auch wichtig für den Auftrieb.

In nur 1,8 Sekunden erreicht eine Amsel ihre Streckengeschwindigkeit von 11 Metern in der Sekunde. Gespreizte Handschwingen am Flügel erlaubt einen schnellen Abflug, wobei es wichtig ist, einen entsprechenden Auftrieb zu erreichen.

Beim Flug im Unterholz bleibt beim Abschlag der Flügel gespreizt und erzeugt so den Auftrieb, der dabei mit kleinen Schlagwinkel ausgeführt wird. Es ist der typische Flug dicht über den Erdboden.

Eine Amsel ist in der Lage innerhalb von drei Tagen eine Distanz von 750 Kilometer zurückzulegen.